„Starkes Ergebnis“ im Geschäftsjahr 2025
Mit einem starken Ergebnis schließen die Stadtwerke Münster das Geschäftsjahr 2025 ab: 13,7 Millionen Euro Jahresüberschuss erwirtschaftete der kommunale Energieversorger im vergangenen Jahr. Davon profitiert der kommunale Haushalt, denn den Löwenanteil von 10,6 Millionen Euro schüttet die größte städtische Tochtergesellschaft an die Stadt Münster aus. „Die Stadtwerke und Stadtnetze arbeiten täglich daran, dass der Standort Münster in den zentralen Themen Energie und Mobilität, Digitalisierung und Infrastruktur vorankommt. Der Beitrag der Stadtwerke Münster ist und bleibt darüber hinaus eine wichtige Säule für den städtischen Haushalt,“ sagt der Vorsitzende der Geschäftsführung Sebastian Jurczyk. Im strategischen Fokus des Stadtwerke-Konzerns stehen der Ausbau Erneuerbarer Energien und Wärmequellen, die Elektrifizierung im Mobilitätssektor und zukunftsfeste Versorgungsnetze. Privaten und gewerblichen Verbrauchern bieten die Stadtwerke ein wachsendes Angebot an Dienstleistungen und Beratungsangeboten rund um Photovoltaik, Wärmepumpen und Mobilität sowie spezielle Tarifmodelle beispielsweise für Wärmepumpen oder für Mieterstrom. Laut WN erklärte der Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke, der Ratsherr und Landtagsabgeordnete der Grünen, Dr. Robin Korte: „Die Stadtwerke bleiben damit ein wichtiger Anker für den städtischen Haushalt.“

„Die Stadtwerke bleiben damit ein wichtiger Anker für den städtischen Haushalt.“
Dr. Robin Korte
Im Auftrag der Stadt Münster übernehmen die Stadtwerke Münster zudem die Steuerung zentraler kommunaler Infrastrukturprojekte wie die Erneuerung des städtischen Preußenstadions. „Wir stehen dafür, kommunale Infrastrukturprojekte zum Wohl der Stadtgesellschaft umzusetzen – und das im Zeit- und Kostenrahmen“, sagt Geschäftsführer Frank Gäfgen. „Hinzu kommt: Der Stadtwerke-Konzern vergab in 2025 Aufträge mit einem Gesamtvolumen von mehr als 88 Millionen Euro an Betriebe aus Münster und der Region. Als Auftraggeber für lokale Unternehmen, Gewerbesteuerzahler und Infrastrukturträger sind die Stadtwerke Münster aus Münster und dem Münsterland gar nicht wegzudenken.“
Dies unterstreicht der Lokalversorger durch ein massives Investitionsprogramm in den kommenden Jahren: „Rund eine Milliarde Euro werden die Stadtwerke Münster bis 2030 investieren – vor allem in neue Windenergieanlagen, in Anlagen für erneuerbare Fernwärme und das Glasfasernetz in Münster“, so Sebastian Jurczyk. 2025 investierten die Stadtwerke Münster 59,8 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote lag zum Jahresende bei 35,8 Prozent. Um das Investitionsprogramm zu finanzieren, geht das Unternehmen verschiedene Wege – vom klassischen Kapitalmarkt über strategische Partnerschaften bis hin zu Gesellschafterdarlehen (Green Bonds) und internen Effizienzmaßnahmen.
Angesichts der anhaltenden geopolitischen und wirtschaftlichen Krisen der letzten Jahre haben die Stadtwerke mit der 2020 entwickelten Strategie die Weichen richtig gestellt: „Unser strategischer Fokus liegt sehr stark auf Erneuerbaren Energien und Elektrifizierung. Wir beschreiben einen Pfad, wie Energieversorgung und Mobilität Schritt für Schritt unabhängiger von importierten fossilen Brennstoffen, unsteten Märkten und internationalen Krisen werden. So stärkt Klimaschutz gleichzeitig auch die Resilienz des Systems“, betonen Jurczyk und Gäfgen.

Mobilität: Fahrleistung weiter ausgebaut, Elektrifizierung bei Partnern

Weiter im Fokus behalten die Stadtwerke die Mobilitätswende. 9 Millionen Kilometer haben die Stadtbusse 2025 zurückgelegt (+ 17,2 Prozent), die Fahrgastzahl stieg um 4,4 Prozent auf 33,3 Mio. „In diesem Jahr werden wir erstmals wieder mehr Leistung auf die Straße bringen als vor Corona. Ein dichtes Angebot ist eine Grundlage für die Mobilitätswende. Durch den 4. Nahverkehrsplan, den die Stadt Münster derzeit aufstellt, sind zudem weitere Verbesserungen im Liniennetz zu erwarten, die auch aus Befragungen von Fahrgästen resultieren“, sagt Frank Gäfgen, Geschäftsführer Mobilität der Stadtwerke.
Ein immer größerer Teil der Busse in Münster fährt elektrisch. Das bedeutet immer weniger Abgase und Motogeräusche in der Stadt. Neben den aktuell 97 E-Bussen der Stadtwerke betreiben seit diesem Jahr auch die ersten beiden Partnerunternehmen Elektrobusse: die Firma Erfmann-Reisen elf und die Firma Reisedienst B. Bils zwei. „Die Umstellung auf E-Busse ist aus vielen Gründen wichtig. Nicht zuletzt reduzieren wir damit auch die Abhängigkeit von importierten, fossilen Kraftstoffen. Den Strom für die Busse können wir in Europa mit Wind, Sonne und Wasser selbst erzeugen“, so Frank Gäfgen. Haben die Stadtwerke im Jahr 2017 noch über 2,6 Millionen Liter Diesel für den Betrieb ihrer Busflotte benötigt, waren es 2025 nur noch 540.000 Liter – Tendenz weiter fallend.
Intensiver Wettbewerb am Strom- und Gasmarkt

Der starke Wettbewerb im Kerngeschäft des Strom- und Gasvertriebs erwies sich im vergangenen Jahr als herausfordernd. Die Stadtwerke Münster lieferten weniger Strom (-15,4 Prozent) und Gas (-0,7 Prozent) an Kundinnen und Kunden als im Vorjahresvergleich. Für die Fernwärme gewannen die Stadtwerke Kundinnen und Kunden hinzu und steigerten die Absatzmenge minimal (+0,7 Prozent). Über alle drei Energiesparten sanken aufgrund günstiger Endkundenpreise die Erlöse. Der Trinkwasserverbrauch in Münster stieg um 2,4 Prozent auf insgesamt 16,9 Millionen Liter.
316 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugten die Stadtwerke Münster in der GuD-Anlage am Stadthafen, in Windenergieanlagen und Photovoltaik-Anlagen – rund acht Prozent weniger als im Vorjahr. Die Stromerzeugung aus Windenergie stieg durch neue Anlagen auf rund 46,5 Millionen Kilowattstunden (+43 Prozent).
Projekte für die Energie- und Wärmewende sind voll auf Kurs

Voll auf Kurs sind die Stadtwerke Münster bei den Erneuerbaren Energien. In Südlohn gingen 2025 drei Windenergieanlagen ans Netz (17 MW). In Lemgo wurde eine weitere Anlage errichtet, die im Mai 2026 ans Netz ging. Im selben Monat nahm das Unternehmen außerdem Münsters leistungsstärkste und erste Photovoltaikanlage auf einer landwirtschaftlichen Freifläche mit 4.875 kWp in Betrieb. 14 weitere Windenergieanlagen der Stadtwerke Münster sind genehmigt: sechs Anlagen in Sendenhorst (39,6 MW), fünf in Dülmen (24,1 MW) und drei in Warendorf-Milte (18 MW). Weitere Windenergieprojekte mit einer Gesamtleistung von rund 145 Megawatt befinden sich außerdem in unterschiedlichen Planungsstadien. „Mit dieser prall gefüllten Projekt-Pipeline übererfüllen wir unser strategisches Windenergie-Ziel für 2030 voraussichtlich sogar“, sagt Sebastian Jurczyk.
Im Bereich der Wärmewende sind 2025 mit der Datenauswertung für das Tiefengeothermie-Vorhaben und der Mitarbeit an der Kommunalen Wärmeplanung wichtige Meilensteine erreicht worden. Eine zweite Großwärmepumpe (2 MWth) im Hafenkraftwerk soll zur kommenden Heizperiode weitere Teile der Fernwärme klimaneutral erzeugen. In den Neubaugebieten Albachten-Ost und Handorf-Kirschgarten realisieren die Stadtwerke mit so genannter kalter Nahwärme innovative, klimaneutrale Lösungen für die Wärmeversorgung.
Mit dem Glasfasernetz haben die Stadtwerke in inzwischen 15 Stadtvierteln und den ehemaligen „Weißen Flecken“ mit schlechter Internetanbindung eine zukunftsweisende Infrastruktur aufgebaut. Schnelle Internetzugänge sind an mehr als 70.000 Haushalten in Münster zum Ende des Jahres 2025 verfügbar. Die Ausbauquote liegt bei 46 Prozent. Im kommenden Jahr 2027 soll der Ausbau in Uppenberg, Sentrup, Schloss und Mecklenbeck erfolgen. Zunehmend treten auch Mitbewerber mit eigenen Ausbauplänen in Münster auf den Plan und überbauen bereits verlegte Netze: „Doppelte Netze führen zu doppelten Belastungen für die Anwohnenden, ziehen knappe Fachkräfte vom Markt und nützen im Wesentlichen privaten Investoren. Wir stehen für ein Netz in kommunaler Hand und echte Daseinsfürsorge für die Münsteranerinnen und Münsteraner“, betont Jurczyk. „Wir bauen durchdacht, nicht doppelt.“

Kommunale Infrastruktur: Bauen für viele
Abseits ihres Kerngeschäfts unterstützen die Stadtwerke zudem die Stadt Münster weiterhin mit der Errichtung und Erneuerung kommunaler Infrastruktur. Sie kümmern sich im Auftrag der Stadt Münster um den Neubau des LVM-Preußenstadions und die Sanierung des Lambertibrunnens. Weitere kommunale Bauprojekte bearbeitet die Stadtwerke-Tochter WBI eng verzahnt mit den Stadtwerken. „Auch in der 3. Liga wird die Unterstützung für Preußen Münster von den Rängen groß bleiben – besonders von der neuen Heimtribüne im Osten. Wir sorgen dafür, dass die Stadt Münster dem Verein ein modernes Stadion vermieten kann und die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt durch einen funktionierenden Lambertibrunnen steigt. Dabei generieren wir zudem Ergebnisbeiträge, die wir in die Energie- und Mobilitätswende reinvestieren können“, so Frank Gäfgen.
Quelle: Pressemitteilung der Stadtwerke Münster (Lisa Schmees)












[…] Straßennamens stark gemacht hatte, stimmten auch Grüne und Volt dafür. Lediglich die Linken plädierten weiterhin auch für die Abschaffung…