Stadtwerke Münster investieren in Münsters Zukunft

„Starkes Ergebnis“ im Geschäftsjahr 2025

Mit einem starken Ergebnis schließen die Stadtwerke Münster das Geschäftsjahr 2025 ab: 13,7 Millionen Euro Jahresüberschuss erwirtschaftete der kommunale Energieversorger im vergangenen Jahr. Davon profitiert der kommunale Haushalt, denn den Löwenanteil von 10,6 Millionen Euro schüttet die größte städtische Tochtergesellschaft an die Stadt Münster aus. „Die Stadtwerke und Stadtnetze arbeiten täglich daran, dass der Standort Münster in den zentralen Themen Energie und Mobilität, Digitalisierung und Infrastruktur vorankommt. Der Beitrag der Stadtwerke Münster ist und bleibt darüber hinaus eine wichtige Säule für den städtischen Haushalt,“ sagt der Vorsitzende der Geschäftsführung Sebastian Jurczyk. Im strategischen Fokus des Stadtwerke-Konzerns stehen der Ausbau Erneuerbarer Energien und Wärmequellen, die Elektrifizierung im Mobilitätssektor und zukunftsfeste Versorgungsnetze. Privaten und gewerblichen Verbrauchern bieten die Stadtwerke ein wachsendes Angebot an Dienstleistungen und Beratungsangeboten rund um Photovoltaik, Wärmepumpen und Mobilität sowie spezielle Tarifmodelle beispielsweise für Wärmepumpen oder für Mieterstrom. Laut WN erklärte der Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke, der Ratsherr und Landtagsabgeordnete der Grünen, Dr. Robin Korte: „Die Stadtwerke bleiben damit ein wichtiger Anker für den städtischen Haushalt.“

„Die Stadtwerke bleiben damit ein wichtiger Anker für den städtischen Haushalt.“

Dr. Robin Korte

Im Auftrag der Stadt Münster übernehmen die Stadtwerke Münster zudem die Steuerung zentraler kommunaler Infrastrukturprojekte wie die Erneuerung des städtischen Preußenstadions. „Wir stehen dafür, kommunale Infrastrukturprojekte zum Wohl der Stadtgesellschaft umzusetzen – und das im Zeit- und Kostenrahmen“, sagt Geschäftsführer Frank Gäfgen. „Hinzu kommt: Der Stadtwerke-Konzern vergab in 2025 Aufträge mit einem Gesamtvolumen von mehr als 88 Millionen Euro an Betriebe aus Münster und der Region. Als Auftraggeber für lokale Unternehmen, Gewerbesteuerzahler und Infrastrukturträger sind die Stadtwerke Münster aus Münster und dem Münsterland gar nicht wegzudenken.“

Dies unterstreicht der Lokalversorger durch ein massives Investitionsprogramm in den kommenden Jahren: „Rund eine Milliarde Euro werden die Stadtwerke Münster bis 2030 investieren – vor allem in neue Windenergieanlagen, in Anlagen für erneuerbare Fernwärme und das Glasfasernetz in Münster“, so Sebastian Jurczyk. 2025 investierten die Stadtwerke Münster 59,8 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote lag zum Jahresende bei 35,8 Prozent. Um das Investitionsprogramm zu finanzieren, geht das Unternehmen verschiedene Wege – vom klassischen Kapitalmarkt über strategische Partnerschaften bis hin zu Gesellschafterdarlehen (Green Bonds) und internen Effizienzmaßnahmen.

Angesichts der anhaltenden geopolitischen und wirtschaftlichen Krisen der letzten Jahre haben die Stadtwerke mit der 2020 entwickelten Strategie die Weichen richtig gestellt: „Unser strategischer Fokus liegt sehr stark auf Erneuerbaren Energien und Elektrifizierung. Wir beschreiben einen Pfad, wie Energieversorgung und Mobilität Schritt für Schritt unabhängiger von importierten fossilen Brennstoffen, unsteten Märkten und internationalen Krisen werden. So stärkt Klimaschutz gleichzeitig auch die Resilienz des Systems“, betonen Jurczyk und Gäfgen.

Mobilität: Fahrleistung weiter ausgebaut, Elektrifizierung bei Partnern

Die Fahrleistung der Öffis im Stadtgebiet wurde weiter ausgebaut. Auch die Elektrifizierung der Stadtwerke-Partner macht Fortschritte.

Weiter im Fokus behalten die Stadtwerke die Mobilitätswende. 9 Millionen Kilometer haben die Stadtbusse 2025 zurückgelegt (+ 17,2 Prozent), die Fahrgastzahl stieg um 4,4 Prozent auf 33,3 Mio. „In diesem Jahr werden wir erstmals wieder mehr Leistung auf die Straße bringen als vor Corona. Ein dichtes Angebot ist eine Grundlage für die Mobilitätswende. Durch den 4. Nahverkehrsplan, den die Stadt Münster derzeit aufstellt, sind zudem weitere Verbesserungen im Liniennetz zu erwarten, die auch aus Befragungen von Fahrgästen resultieren“, sagt Frank Gäfgen, Geschäftsführer Mobilität der Stadtwerke.

Ein immer größerer Teil der Busse in Münster fährt elektrisch. Das bedeutet immer weniger Abgase und Motogeräusche in der Stadt. Neben den aktuell 97 E-Bussen der Stadtwerke betreiben seit diesem Jahr auch die ersten beiden Partnerunternehmen Elektrobusse: die Firma Erfmann-Reisen elf und die Firma Reisedienst B. Bils zwei. „Die Umstellung auf E-Busse ist aus vielen Gründen wichtig. Nicht zuletzt reduzieren wir damit auch die Abhängigkeit von importierten, fossilen Kraftstoffen. Den Strom für die Busse können wir in Europa mit Wind, Sonne und Wasser selbst erzeugen“, so Frank Gäfgen. Haben die Stadtwerke im Jahr 2017 noch über 2,6 Millionen Liter Diesel für den Betrieb ihrer Busflotte benötigt, waren es 2025 nur noch 540.000 Liter – Tendenz weiter fallend.

Intensiver Wettbewerb am Strom- und Gasmarkt

Die Stadtwerke Münster erzeugten 2025 rund acht Prozent weniger Strom als im Vorjahr.

Der starke Wettbewerb im Kerngeschäft des Strom- und Gasvertriebs erwies sich im vergangenen Jahr als herausfordernd. Die Stadtwerke Münster lieferten weniger Strom (-15,4 Prozent) und Gas (-0,7 Prozent) an Kundinnen und Kunden als im Vorjahresvergleich. Für die Fernwärme gewannen die Stadtwerke Kundinnen und Kunden hinzu und steigerten die Absatzmenge minimal (+0,7 Prozent). Über alle drei Energiesparten sanken aufgrund günstiger Endkundenpreise die Erlöse. Der Trinkwasserverbrauch in Münster stieg um 2,4 Prozent auf insgesamt 16,9 Millionen Liter.

316 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugten die Stadtwerke Münster in der GuD-Anlage am Stadthafen, in Windenergieanlagen und Photovoltaik-Anlagen – rund acht Prozent weniger als im Vorjahr. Die Stromerzeugung aus Windenergie stieg durch neue Anlagen auf rund 46,5 Millionen Kilowattstunden (+43 Prozent).

Projekte für die Energie- und Wärmewende sind voll auf Kurs

GuD-Kraftwerk der Stadtwerke Münster am Stadthafen.

Voll auf Kurs sind die Stadtwerke Münster bei den Erneuerbaren Energien. In Südlohn gingen 2025 drei Windenergieanlagen ans Netz (17 MW). In Lemgo wurde eine weitere Anlage errichtet, die im Mai 2026 ans Netz ging. Im selben Monat nahm das Unternehmen außerdem Münsters leistungsstärkste und erste Photovoltaikanlage auf einer landwirtschaftlichen Freifläche mit 4.875 kWp in Betrieb. 14 weitere Windenergieanlagen der Stadtwerke Münster sind genehmigt: sechs Anlagen in Sendenhorst (39,6 MW), fünf in Dülmen (24,1 MW) und drei in Warendorf-Milte (18 MW). Weitere Windenergieprojekte mit einer Gesamtleistung von rund 145 Megawatt befinden sich außerdem in unterschiedlichen Planungsstadien. „Mit dieser prall gefüllten Projekt-Pipeline übererfüllen wir unser strategisches Windenergie-Ziel für 2030 voraussichtlich sogar“, sagt Sebastian Jurczyk.

Im Bereich der Wärmewende sind 2025 mit der Datenauswertung für das Tiefengeothermie-Vorhaben und der Mitarbeit an der Kommunalen Wärmeplanung wichtige Meilensteine erreicht worden. Eine zweite Großwärmepumpe (2 MWth) im Hafenkraftwerk soll zur kommenden Heizperiode weitere Teile der Fernwärme klimaneutral erzeugen. In den Neubaugebieten Albachten-Ost und Handorf-Kirschgarten realisieren die Stadtwerke mit so genannter kalter Nahwärme innovative, klimaneutrale Lösungen für die Wärmeversorgung.

Mit dem Glasfasernetz haben die Stadtwerke in inzwischen 15 Stadtvierteln und den ehemaligen „Weißen Flecken“ mit schlechter Internetanbindung eine zukunftsweisende Infrastruktur aufgebaut. Schnelle Internetzugänge sind an mehr als 70.000 Haushalten in Münster zum Ende des Jahres 2025 verfügbar. Die Ausbauquote liegt bei 46 Prozent. Im kommenden Jahr 2027 soll der Ausbau in Uppenberg, Sentrup, Schloss und Mecklenbeck erfolgen. Zunehmend treten auch Mitbewerber mit eigenen Ausbauplänen in Münster auf den Plan und überbauen bereits verlegte Netze: „Doppelte Netze führen zu doppelten Belastungen für die Anwohnenden, ziehen knappe Fachkräfte vom Markt und nützen im Wesentlichen privaten Investoren. Wir stehen für ein Netz in kommunaler Hand und echte Daseinsfürsorge für die Münsteranerinnen und Münsteraner“, betont Jurczyk. „Wir bauen durchdacht, nicht doppelt.“

Die Geschäftsführer der Stadtwerke Münster, links Frank-Gäfgen und rechts Sebastian-Jurczyk, sind mit der Jahresbilanz 2025 der GmbH zufrieden. (Fotos: Stadtwerke Münster)

Kommunale Infrastruktur: Bauen für viele

Abseits ihres Kerngeschäfts unterstützen die Stadtwerke zudem die Stadt Münster weiterhin mit der Errichtung und Erneuerung kommunaler Infrastruktur. Sie kümmern sich im Auftrag der Stadt Münster um den Neubau des LVM-Preußenstadions und die Sanierung des Lambertibrunnens. Weitere kommunale Bauprojekte bearbeitet die Stadtwerke-Tochter WBI eng verzahnt mit den Stadtwerken. „Auch in der 3. Liga wird die Unterstützung für Preußen Münster von den Rängen groß bleiben – besonders von der neuen Heimtribüne im Osten. Wir sorgen dafür, dass die Stadt Münster dem Verein ein modernes Stadion vermieten kann und die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt durch einen funktionierenden Lambertibrunnen steigt. Dabei generieren wir zudem Ergebnisbeiträge, die wir in die Energie- und Mobilitätswende reinvestieren können“, so Frank Gäfgen.

Quelle: Pressemitteilung der Stadtwerke Münster (Lisa Schmees)

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Das Buchcafé der Träume

Die Wahlmünsteranerin Carolin Dörfler träumt sich in Paris zum Glücklich sein

Von Werner Szybalski

Liebe und Sehnsucht – beides sind wesentlicher Inhalt der insbesondere bei jungen Frauen sehr beliebten New-Adult-Romane. Die Sehnsucht nach erfüllter Liebe passt wunderbar in unsere Zeit. Nicht die Leiden des jungen Werther mit dramatischem Ausgang sondern Erzählungen mit Happyend finden derzeit insbesondere bei der weiblichen Leserinnenschaft Anklang. Die Wahlmünsteranerin Carolin Dörfler hat einen Roman geschrieben, übrigens ihre erste belletristische Veröffentlichung, die passgenau in den aktuellen Mainstream dieser Gattung passt.

Dörflers Ich-Erzählung handelt von der gebürtigen Pariserin Caroline. Die Angestellte in einem Rechtsanwaltsbüro liebt Bücher und das Fotografieren. Sie lebt allein mit ihrer Katze La Lune. Ihr Tagesrhythmus ist immer gleich und eigentlich total langweilig – trotzdem sei sie glücklich. Angeregt durch ihre vielen verschlungenen Bücher verliert sich die Propagandistin immer wieder in Träumen nach einer Partnerschaft.

Bücher und Bilder in der „Stadt der Liebe“

Beim Morgencafé auf ihrem Balkon entdeckt Caroline auf dem Gehweg vor ihrem Haus ein Buch. Es muss einer jungen Frau verloren gegangen sein, die sich telefonierend schnell entfernte. Carolin liebt Bücher, fast noch mehr als ihre Heimatstadt, die sie immer wieder mit der ständig mitgeführten Mittelfomatkamera festhält.

Sie holt das gefundene Buch, nimmt es mit nach oben, um es sofort auf ihren Balkon durchzublättern. Es ist ein Liebesroman, in dem Liebesbriefe versteckt sind. Offensichtlich wird das Buch genutzt, um seelenverwandte Menschen durch schriftliche Botschaften – versteckt zwischen den Seiten – zu finden und sich ihnen über schriftlichen Austausch zu nähern.

Das Buch ist eine Leihgabe aus der Caroline überraschend unbekannten Bibliothéque des réves in der fiktiven Pariser Münsterstraße. Direkt nach Arbeitsschluss taucht die von nervös-aufgeregte Caroline erstmals in die Welt des Buchcafés der Träume ein. Schnell erliegt sie dem Zauber und dem Charme dieser Bibliothéque, wo über in Büchern hinterlassene Briefe buchstäblich Träume wahr werden. Caroline, die sich zuvor schon oft in Büchern verlor und so dem wirklichen Leben entfloh, will dort nun ihr Glück ein klein wenig selbst in die Hand nehmen und entschließt sich, ebenfalls einen Brief in ein Buch zu legen.

Sie findet die Geschichte von Karin aus Bremen, übrigens dem Geburtsort der Autorin, die 1961 auf den Stufen von Sacré-Coeur ihre große Liebe findet. Carolin findet im Buch „Karin réve d´amour“ eine Geschichte, die sie auch aufgrund der verstrichenen Zeit, der Liebesroman mit vielen alten Bildern aus Paris spielt in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, als Blaupause für ihre erträumte Liebesgeschichte erweist, als Caroline schließlich eine Antwort auf ihren Brief findet.

Träume könnten in Erfüllung gehen

Fazit meiner Lektüre: Ein leidenschaftliches Buch für alle Menschen, die sich gern in Träumen verlieren und auf deren Erfüllung hoffen. Paris und Bücher – ein für Menschen auf der Suche nach Erfüllung durch Liebe doppeltes Versprechen. Sicherlich wird es nach der Lektüre einige Leser:innen geben, die in Werken, die ihnen viel bedeuten und ihrem Charakter nahe sind, in Büchereien gleichfalls Schreiben auf der Suche nach glücklicher Partnerschaft hinterlassen werden. Vielleicht hat die 60-jährige Carolin Dörfler, die mit ihrem Partner und zwei Hunden in Münster lebt, einen neuen Trend gesetzt, der zumindest dazu führen dürfte, dass mehr Bücher gelesen oder auch nach Botschaften durchsucht werden.

Carolin Dörfler: Das Buchcafé der Träume; Agenda Verlag; Münster 2026; 132 Seiten; 17,90 Euro; ISBN 978-3-89688-938-6; leider nicht in der Stadtbücherei Münster ausleihbar.

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Grünen-Kandidat gewinnt Stichwahl

Tilman Fuchs wird neuer Oberbürgermeister von Münster

Mit 57,91 Prozent der Stimmen ist Tilman Fuchs zum neuen Oberbürgermeister der Stadt Münster gewählt worden. 80.083 Münsteranerinnen und Münsteraner gaben dem Grünen-Kandidaten bei der Stichwahl am 28. September 2025 laut vorläufigem Endergebnis ihre Stimme. Sein Konkurrent in der Stichwahl, Dr. Georg Lunemann (CDU), erhielt 42,09 Prozent der Stimmen. Fuchs tritt am 1. November – vorbehaltlich des amtlichen Endergebnisses – die Nachfolge von Markus Lewe als Stadtoberhaupt von Münster an.

Oberbürgermeister Markus Lewe (r.) gratulierte seinem Nachfolger Tilman Fuchs in der Bürgerhalle des Rathauses zum Wahlsieg. (Foto: Stadt Münster / MünsterView)
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Neustart der BI l(i)ebenswertes Uppenberg

Meeting zur Umwandlung in einen Stadtteilverein

 Uppenberg. Es war etwas ruhig geworden um die Bürgerinitiative Uppenberg, die in den Nullerjahren aus der Aktionsgruppe „Koburg muss bleiben“ zur Rettung des damaligen DJK-Freibades vor den Sparplänen der Stadt Münster, die das beliebte und für das Viertel so wichtige sommerliche Vergnügen der Uppenberger:innen (und natürlich bei im Durchschnitt immer über 20.000 Besucher:innen im Jahr auch viele Nachbar:innen) aus Finanzgründen zu schließen überlegte. Die damalige Unterschriftenaktion hatte Erfolg, das Freibad wird inzwischen von der Stadt Münster betrieben und hat die längste Öffnungszeit alle Freibaäder in Münster, da die Koburg inzwischen an das Fernwärmenetz angeschlossen ist.

Früher traf sich die BI in der Gaststätte Uppenberg an der Grevener Straße, die es inzwischen leider gar nicht mehr gibt.
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Preußen starten mit Selbstbewusstsein

„Wir sehen die Chancen, nicht die Risiken“

Von Christoph Theligmann

Die Stimmung beim SC Preußen Münster ist vor dem Auftaktspiel der neuen Zweitliga-Saison 2025/26 gegen den Karlsruher SC von vorsichtigem Optimismus geprägt. Cheftrainer Alexander Ende, der seinerseits sein Debüt auf der Trainerbank der Preußen geben wird, gab sich bei der Pressekonferenz am Donnerstagvormittag betont gelassen, entschlossen – und vor allem: positiv.

Mittelfeldspieler Tidiane Guey (M.) überzeugte den Trainer in der Vorbereitung, weshalb er aus der U 23 in den Kader der Profi aufrückt. (Foto:Werner Szybalsk)

„Wir sehen die Chancen, nicht die Risiken“, betonte Ende mehrfach, als er auf das erste Pflichtspiel am Samstag (Anstoß: 13 Uhr) in Karlsruhe angesprochen wurde. Der Satz könnte zum Motto einer Saison werden, in der für den traditionsreichen Vorjahresaufsteiger aus Westfalen der Klassenerhalt wieder oberstes Ziel bleibt – aber mit einem Plan, der über das bloße Vermeiden hinausgeht.

Luxusproblem statt Personalsorgen

Zwar muss Münster zum Saisonstart auf vier Spieler verzichten, darunter auch auf Marcel Benger, den „Anker“ im defensiven Mittelfeld, dessen Fehlen laut Ende „schon wehtut“. Doch von Panik keine Spur. Ende sprach von einem „Luxusproblem“ – schließlich sei der Kader auf allen Positionen doppelt besetzt. Selbst personelle Ausfälle ändern also wenig an der Haltung des Trainers: „Uns wird nichts aus der Bahn werfen.“

Diese Haltung spiegelt sich auch in der Nominierung von Tidiane Gueye wider. Der 23-jährige Mittelfeldspieler aus dem U 23-Kader hat sich mit starken Leistungen in der Vorbereitung in die erste Mannschaft gespielt. Ende lobte seine „Energie, seine Frische“ und hob hervor, wie angenehm es sei, „dass er nicht verkopft spielt.“ Mit einem gewissen Stolz wies der Cheftrainer darauf hin, dass diese Personalentscheidung exklusiv auf dieser Pressekonferenz bekannt gegeben wurde – und ließ durchblicken, dass „Tidi“ keine Verlegenheitslösung, sondern eine echte Verstärkung sein könnte.

Mut, Flexibilität – und Respekt vor dem Gegner

Im Zentrum von Endes Ausführungen stand die Philosophie, mit der er seine Mannschaft in die Liga führen will: Mutiger Fußball, auch auf die Gefahr hin, dass einzelne Fehler passieren. „Diese sollen nicht entmutigen“, so der 45-Jährige. Vielmehr gehe es um „totale Flexibilität“. Man wolle den Gegner – unabhängig vom System – aktiv bespielen. Auch ein mögliches Abweichen des KSC vom üblichen 5-2-1-System mache ihm keine Sorgen.

Ein besonderes Augenmerk richtete Ende auf Karlsruhes Trainer Christian Eichner. Mit sympathischen Worten erinnerte er sich an einen gemeinsamen Lehrgang in der Vergangenheit und lobte seinen Kollegen ausdrücklich – ohne dabei den sportlichen Wettbewerb aus dem Blick zu verlieren.

Fans und Favoriten: Eine Liga mit Format

Rund 2300 Karten stehen den Preußen-Fans für das Spiel im Wildparkstadion zur Verfügung – 1550 waren bis Donnerstagmittag bereits verkauft. Ein Zeichen dafür, dass die Euphorie in Münster lebt und atmet – trotz des realistischen Saisonziels, das Ende am Ende der Pressekonferenz klar formulierte: „Der Alexander Ende.“ Jede weitere Saison in der 2. Liga sei für den Verein ein Baustein nachhaltiger Entwicklung, sagte Ende und verzichtete bewusst auf kühne Versprechungen.

Mit Blick auf die Favoritenrolle in der Liga nannte Ende Hannover 96 („bärenstarker Kader“), Hertha BSC („wollen nochmal nachlegen“) und Holstein Kiel. Namen, die zeigen, welch hohes Niveau in dieser Spielzeit in Deutschlands zweithöchster Spielklasse herrscht – und gegen die sich der SC Preußen Münster behaupten will, mit Kampfgeist, klarem Plan und einem gesunden Selbstverständnis.

Fazit

Alexander Endes Auftritt vor der versammelten Presse war mehr als eine Pflichtübung – es war ein Statement. Der neue Cheftrainer lässt keinen Zweifel daran, dass er die Liga mit Respekt, aber nicht mit Ehrfurcht betritt. Seine Botschaft an Mannschaft, Fans und Umfeld ist eindeutig: „Wir wollen mutig spielen. Wir wollen bleiben. Und wir glauben an unsere Chance.“

Am Samstag beginnt die Reise.

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Zum Ausdrucken SPORT IN MÜNSTER vom 29. Juli 2025

Erstausgabe der neuen Selfprint-Ausgabe

Die sportliche Tochter der VIELFALT! Das bunte Münster ist heute erstmals zum Ausdrucken und auch Onlinelesen hinterlegt. Das lokale Sportmagazin ist im Originalformat (DIN A 3), aber auch in DIN A 4 aufrufbar! Die nächste Ausgabe erscheint am Freitag, dem 1. August 2025.

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Zum Ausdrucken VIELFALT! vom 25. Juli 2025

Heute wieder eine neue Selfprint-Ausgabe

VIELFALT! Das bunte Münster. Ab sofort ist die Ausgabe 25-12 vom 25. Juli 2025 zum Ausdrucken und auch Onlinelesen hinterlegt. Das Lokalmagazin ist im Originalformat (DIN A3), aber auch in DIN A4 aufrufbar! Die nächste Ausgabe erscheint am Freitag, dem 1. August 2025.

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Wahl zum Integrationsrat in Münster

Dort gemeinsam – hier gegeneinander

Von Werner Szybalski

Der Beginn der Teilhabe von Migrant:innen an der Kommunalpolitik in Nordrhein-Westfalen ist ganz eng mit Münster, ganz eng mit der SPD in der Domstadt und persönlich mit Dr. Spyros Marinos verbunden. Der griechische Arzt, der 2017 verstarb, kämpfte vier Jahrzehnte in Münster für die politische Beteiligung von Migrant:innen. Als Marinos 1985 in Münster den ersten Ausländerbeirat (heute Integrationsrat) gründete, war unsere Gesellschaft noch eine völlig andere. Jahrzehntelang blieb Dr. Spyros Marinos Vorsitzender des Gremiums, das Menschen aus anderen Staaten, die es in die Domstadt verschlagen hat, eine Chance bot, sich in die politische Stadtgesellschaft einzugliedern.

Der Integrationsrat der Stadt Münster setzt sich aus direkt gewählten Listenmitgliedern und Vertreter:innen der bei der Kommunalwahl in den Rat der Stadt Münster gewählten Parteien zusammen. (Foto: Archiv Werner Szybalski)
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DGB kritisiert Kürzungen in der Sozialpolitik

Kanzler Merz will mehr Leistungskürzungen in der Krankenversicherung und bei der Eingliederungshilfe für behinderte Kinder durchsetzen. Dies kritisiert der Arbeitskreis Behindertenpolitik des DGB: „Weil den Krankenkassen das Geld trotz Beitragserhöhungen ausgeht, schlägt unser neuer Bundeskanzler Friedrich Merz, Leistungskürzungen in der Krankenversicherung vor und will die arbeitende Bevölkerung und Rentner damit weiter gängeln und Leistungen abbauen. Auch bei der Eingliederungshilfe für behinderte Kinder will Kanzler Merz den Rotstift ansetzen“, erklärt Friedel Paßmann, Vorsitzender des DGB Arbeitskreises Behindertenpolitik im Münsterland. Paßmann fordert den Bundeskanzler auf, mehr Respekt für behinderte Menschen und Kranke zu zeigen und endlich für eine gerechte Verteilung und eine faire Belastung von reichen Menschen einzutreten. „Ein Millionär wie Friedrich Merz fällt es wohl leichter, kranke und behinderte Menschen stärker zu belasten, als für faire Verteilung einzustehen“, stellt Paßmann fest und ergänzt: „Ich hoffe das Ihre Vorschläge im Bundestag von den Fraktionen keine Mehrheit finden. Hände weg vom Sozialbereich, Herr Merz“.

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Zehn Jahre Kulturquartier

16 Tage wird gefeiert

Mit einem 16-tägigen Zeltfestival feiert das Kulturquartier in Münsters Nordosten sein zehnjähriges Bestehen. Am gestigen Freitagabend ging es mit einem kostenfreien Konzert von „Schoener“ los. Zu dieser Gruppe gehört auch Thomas Grollmus, dessen künstlerisches Wirken ganz eng mit der Geschichte des Kulturquartiers verbunden ist. Heute ist Zeit mit Freund:innen angesagt. Nach einem Picknick spielen Nina und Kai Härtel („ZeitzuZweit“) und anschließend tritt das „placebotheater“ aus Münster auf. Es präsentiert eine spritzige Sommershow ganz im Zeichen des zehnjährigen Kulturquartier-Jubiläums. Die Ideen der Gäste bestimmen, was auf der Bühne passiert – spontan und garantiert einzigartig. Special Guest des Abends ist der Musiker Chris Mews. Am morgigen Sonntag (20. Juli 2025) gehen die Feierlichkeiten um 18 Uhr mit einem Auftritt der jungen polnischen Geigerin Klara Gronet, Teil des „Duo Fellini“ weiter.

Thomas Grollmus (l.) und Rainer Kossow freuen sich auf das Zeltfestival. Beide sind seit der Gründung der Kulturquartier Münster GmbH in verantwortlicher Position dabei. (Foto: Werner Szybalski)
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