Tag des offenen Denkmals

Stadt bietet Webseite für die Veranstaltungen in Münster

Zum Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 13. September, bietet die Stadt Münster eine neue Webseite an. Das Stadtplanungsamt hat seinen Internetauftritt zum Aktionstag in enger Zusammenarbeit mit dem Amt für Kommunikation überarbeitet. Die neue Aufteilung der diesjährigen Führungen in Münster ermöglicht es Besucherinnen und Besuchern erstmals, gezielt nach Veranstaltungen im Norden, Osten, Süden und Westen Münsters sowie in der Altstadt zu suchen. Eine digitale Karte vom städtischen Katasteramt verzeichnet außerdem alle zum Aktionstag geöffneten Denkmäler.

Webseite der Stadt Münster für den Tag des offenen Denkmals in Münster. (Screenshot aus dem Internet)
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Ausstellungen, Führungen und Sonderprogramme

Nordrhein-Westfalen-Tag in Münster

Wenn Münster zum Nordrhein-Westfalen-Tag einlädt, gibt es auch ein facettenreiches Kulturprogramm. Geführte Spaziergänge und Sonderausstellungen in Museen und Galerien gehören zu den Höhepunkten. Der Nordrhein-Westfalen-Tag findet vom 28. bis 30. August unter dem Motto „Demokratie lebt. Vielfalt verbindet.“ statt.

Schauräume, Museen und Galerien aus Münster beim NRW-Tag

Am Samstag, 29. August, laden Münsters Museen, Galerien und Ateliergemeinschaften dazu ein, die kulturelle Vielfalt der Stadt zu entdecken. 33 Kunst- und Kultureinrichtungen öffnen von 11 bis 19 Uhr ihre Türen und bieten bei freiem oder ermäßigtem Eintritt ein vielfältiges Programm mit Ausstellungen, Führungen und Sonderformaten.

Ein Eindruck aus der Nacht der Museen und Galerien beim „Schauraum – das Fest der Museen und Galerien“ aus 2025 – hier im Krameramtshaus mit dem Künstler Jörg Hartmann. Archivbild: Stadt Münster / Phillina Zuther.
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Auswirkungen des Klimawandels

Wasserentnahme aus Flüssen und Seen in Münster verboten

Wegen der anhaltenden Trockenheit verbietet die Stadt Münster ab Freitag, 7. August, Wasser aus Flüssen, Bächen und Seen abzupumpen. Eine entsprechende Allgemeinverfügung gilt zunächst bis zum 31. Oktober 2026 und wird am Freitag veröffentlicht. Grund sind sehr niedrige Wasserstände, die Fische, Kleinlebewesen und Pflanzen in den Gewässern gefährden. Das Verbot gilt im gesamten Stadtgebiet für die Entnahme mit mechanischen oder elektrischen Pumpen.

In vielen Bächen und Flüssen in Münster, wie hier in der Aa in der Innenstadt, fließt kaum noch Wasser. (Foto: Stadt Münster / Michael Lyra)
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NWL beerdigt nächste Reaktivierung im Münsterland

Kein Schienenverkehr zwischen Rheine und Recke

Kreis Steinfurt. In dieser Wochegab es für die Nutzer:innen des Öffentlichen Verkehrs sowie für den Klimaschutz einen erneuten Tiefschlag in der 4. Verbandsversammlung des Zweckverband Mobilität Münsterland am Aasee in Münster. Am 15. Juli 2026 stellte Markus Rümke, Sachgebietsleitung Strategische Planung Nahverkehr Westfalen-Lippe, die Machbarkeitsstudie zur Reaktivierung des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) auf der Strecke von Rheine nach Recke vor. Mit einem niederschmetternden Ergebnis für Bahnbefürworter:innen, denn die Untersuchung kommt zu dem Schluss, dass eine Wiederinbetriebnahme des Schienenverkehrs von Rheine über Altenrheine, Rheine-Kanalhafen, Hörstel, Uffeln nach Recke wirtschaftlich nicht tragbar sei. Auch für die in Bearbeitung befindliche Reaktivierung zwischen Recke und Osnabrück ist diese Entscheidung ein Rückschlag.

Der ehemalige Bahnhof Altenrheine dient heute als Rangierbahnhof. (Bild: Lok82008 / Wikipedia.org)
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Bus-Einsatz in Münster: Elektrische Sommerferien

Stadtwerke setzen in den Ferien nur noch E-Busse ein

Nachdem die Stadtwerke bereits seit Juni an Wochenenden nur noch Elektrobusse einsetzen, folgt nun der nächste Schritt: „Unser ambitioniertes Ziel ist es, in den Sommerferien keinen einzigen Dieselbus einzusetzen und nur mit Ökostrom im Tank unterwegs zu sein“, erklärt Stadtwerke-Geschäftsführer Frank Gäfgen. Einzige Ausnahme wird der NRW-Tag am letzten August-Wochenende sein: „Da verstärken wir unser Angebot deutlich und setzen dafür jeden Bus ein, denwir haben“, so Gäfgen.

Elektrisch durch Kinderhaus: Wie hier auf der Linie 16 wollen die Stadtwerke in den Sommerferien ausschließlich Elektrobusse einsetzen. (Bild: Stadtwerke Münster)

Aktuell besteht die Stadtwerke-Flotte aus 97 Elektro- und 24 Dieselbussen, 2026 werden weitere zehn Dieselbusse ausgetauscht. Spätestens 2029 betreiben die Stadtwerke nur noch Elektrobusse. Die sieben privaten Partnerunternehmen der Stadtwerke setzen auf den Stadtbus-Linien weiterhin auch am Wochenende und in den Schulferien Dieselbusse ein. Bis Ende des Jahres sollen auch hier bereits 20 ihrer rund 90 Busse elektrisch fahren.

Elektrobusse – ein zusätzlicher Gewinn fürs Klima

Schon seit über zehn Jahren setzen die Stadtwerke auf Elektrobusse. Die klare Maxime, an so vielen Tagen wie möglich komplett auf ieselbusse zu verzichten, ist ein zusätzlicher Gewinn fürs Klima. An den 41 Tagen in den Sommerferien sparen die Stadtwerke dadurch etwa 50.000 Liter Diesel und damit über 130 Tonnen CO² ein.

Quelle: Pressemitteilung der Stadtwerke Münster

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„Verbot“ der Wohnungsvergesellschaftung

Empörung beim Wohnungsrat Münster

Münster. Auf Initiative der NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach und ihres bayrischen Kollegen Christian Bernreiter hat am 11. Juni diesen Jahres die Sonder-Bauministerkonferenz beschlossen, der Vergesellschaftung von Wohnungsbeständen „strikte Grenzen zu setzen“. Vor wenigen Tagen (2. Juli) ist die Bundesregierung diesem Vorstoß gefolgt und hat beschlossen, ein Gesetz zu erarbeiten, das die Vergesellschaftung von Wohnraum durch die Bundesländer verbieten soll.

Sigrid Bürger, Joachim Hetscher (M.) und Werner Szybalski gehören zum Initiativkreis „Wohnungsrat Münster“. (Foto: privat / Wolfgang Bensberg)
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Straßenfest in der Frauenstraße

Wohnen ist ein Menschenrecht

Der Kulturverein Frauenstraße 24 plant für Ende Juli ein Straßenfest mit vielfältigem Programm. Am Samstag, dem 25. Juli, wird es auf zwei Bühnen in und vor der Kneipe Frauenstraße 24 Livemusik und Diskussionen geben. Ab 14 Uhr wird es Informationsstände verschiedener wohnungspolitischer Initiativen und weiterer Gruppen geben.

Los geht es schon um 14 Uhr, aber erst ab 15 Uhr tritt auf der Außenbühne die münstersche Blues-Legend Burkhard Ellger (Mister.B.) auf. Nach ihm verzaubern Kabra Adabra das Publikum mit einer tanzbaren Mischung aus Reggae, Ska und Rock und engagierten deutschen Texten. Ab 20 Uhr sorgt dann die Kilkenny Band mit knackigem Irish Folk für ausgelassene Stimmung.

Im Saal der Frauenstraße 24 bietet das Duo Cuppatea ab 16 Uhr ein Mitsing-Event mit politischen Songs an. Abends präsentiert die Formation Krüger, Fleige, Paßlick drinnen ein Programm mit Rock- und Jazz-Klassikern.

Das Fest steht unter dem Motto „Wohnen ist ein Menschenrecht“, weshalb verschiedene wohnungspolitische Gruppen sich in kurzfünfminütigen Redebeiträgen vorstellen sollen. Neben deren Infostände sind auch die „Omas gegen rechts“ und weitere Initiativen vor Ort.

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Stadtwerke Münster investieren in Münsters Zukunft

„Starkes Ergebnis“ im Geschäftsjahr 2025

Mit einem starken Ergebnis schließen die Stadtwerke Münster das Geschäftsjahr 2025 ab: 13,7 Millionen Euro Jahresüberschuss erwirtschaftete der kommunale Energieversorger im vergangenen Jahr. Davon profitiert der kommunale Haushalt, denn den Löwenanteil von 10,6 Millionen Euro schüttet die größte städtische Tochtergesellschaft an die Stadt Münster aus. „Die Stadtwerke und Stadtnetze arbeiten täglich daran, dass der Standort Münster in den zentralen Themen Energie und Mobilität, Digitalisierung und Infrastruktur vorankommt. Der Beitrag der Stadtwerke Münster ist und bleibt darüber hinaus eine wichtige Säule für den städtischen Haushalt,“ sagt der Vorsitzende der Geschäftsführung Sebastian Jurczyk. Im strategischen Fokus des Stadtwerke-Konzerns stehen der Ausbau Erneuerbarer Energien und Wärmequellen, die Elektrifizierung im Mobilitätssektor und zukunftsfeste Versorgungsnetze. Privaten und gewerblichen Verbrauchern bieten die Stadtwerke ein wachsendes Angebot an Dienstleistungen und Beratungsangeboten rund um Photovoltaik, Wärmepumpen und Mobilität sowie spezielle Tarifmodelle beispielsweise für Wärmepumpen oder für Mieterstrom. Laut WN erklärte der Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke, der Ratsherr und Landtagsabgeordnete der Grünen, Dr. Robin Korte: „Die Stadtwerke bleiben damit ein wichtiger Anker für den städtischen Haushalt.“

„Die Stadtwerke bleiben damit ein wichtiger Anker für den städtischen Haushalt.“

Dr. Robin Korte

Im Auftrag der Stadt Münster übernehmen die Stadtwerke Münster zudem die Steuerung zentraler kommunaler Infrastrukturprojekte wie die Erneuerung des städtischen Preußenstadions. „Wir stehen dafür, kommunale Infrastrukturprojekte zum Wohl der Stadtgesellschaft umzusetzen – und das im Zeit- und Kostenrahmen“, sagt Geschäftsführer Frank Gäfgen. „Hinzu kommt: Der Stadtwerke-Konzern vergab in 2025 Aufträge mit einem Gesamtvolumen von mehr als 88 Millionen Euro an Betriebe aus Münster und der Region. Als Auftraggeber für lokale Unternehmen, Gewerbesteuerzahler und Infrastrukturträger sind die Stadtwerke Münster aus Münster und dem Münsterland gar nicht wegzudenken.“

Dies unterstreicht der Lokalversorger durch ein massives Investitionsprogramm in den kommenden Jahren: „Rund eine Milliarde Euro werden die Stadtwerke Münster bis 2030 investieren – vor allem in neue Windenergieanlagen, in Anlagen für erneuerbare Fernwärme und das Glasfasernetz in Münster“, so Sebastian Jurczyk. 2025 investierten die Stadtwerke Münster 59,8 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote lag zum Jahresende bei 35,8 Prozent. Um das Investitionsprogramm zu finanzieren, geht das Unternehmen verschiedene Wege – vom klassischen Kapitalmarkt über strategische Partnerschaften bis hin zu Gesellschafterdarlehen (Green Bonds) und internen Effizienzmaßnahmen.

Angesichts der anhaltenden geopolitischen und wirtschaftlichen Krisen der letzten Jahre haben die Stadtwerke mit der 2020 entwickelten Strategie die Weichen richtig gestellt: „Unser strategischer Fokus liegt sehr stark auf Erneuerbaren Energien und Elektrifizierung. Wir beschreiben einen Pfad, wie Energieversorgung und Mobilität Schritt für Schritt unabhängiger von importierten fossilen Brennstoffen, unsteten Märkten und internationalen Krisen werden. So stärkt Klimaschutz gleichzeitig auch die Resilienz des Systems“, betonen Jurczyk und Gäfgen.

Mobilität: Fahrleistung weiter ausgebaut, Elektrifizierung bei Partnern

Die Fahrleistung der Öffis im Stadtgebiet wurde weiter ausgebaut. Auch die Elektrifizierung der Stadtwerke-Partner macht Fortschritte.

Weiter im Fokus behalten die Stadtwerke die Mobilitätswende. 9 Millionen Kilometer haben die Stadtbusse 2025 zurückgelegt (+ 17,2 Prozent), die Fahrgastzahl stieg um 4,4 Prozent auf 33,3 Mio. „In diesem Jahr werden wir erstmals wieder mehr Leistung auf die Straße bringen als vor Corona. Ein dichtes Angebot ist eine Grundlage für die Mobilitätswende. Durch den 4. Nahverkehrsplan, den die Stadt Münster derzeit aufstellt, sind zudem weitere Verbesserungen im Liniennetz zu erwarten, die auch aus Befragungen von Fahrgästen resultieren“, sagt Frank Gäfgen, Geschäftsführer Mobilität der Stadtwerke.

Ein immer größerer Teil der Busse in Münster fährt elektrisch. Das bedeutet immer weniger Abgase und Motogeräusche in der Stadt. Neben den aktuell 97 E-Bussen der Stadtwerke betreiben seit diesem Jahr auch die ersten beiden Partnerunternehmen Elektrobusse: die Firma Erfmann-Reisen elf und die Firma Reisedienst B. Bils zwei. „Die Umstellung auf E-Busse ist aus vielen Gründen wichtig. Nicht zuletzt reduzieren wir damit auch die Abhängigkeit von importierten, fossilen Kraftstoffen. Den Strom für die Busse können wir in Europa mit Wind, Sonne und Wasser selbst erzeugen“, so Frank Gäfgen. Haben die Stadtwerke im Jahr 2017 noch über 2,6 Millionen Liter Diesel für den Betrieb ihrer Busflotte benötigt, waren es 2025 nur noch 540.000 Liter – Tendenz weiter fallend.

Intensiver Wettbewerb am Strom- und Gasmarkt

Die Stadtwerke Münster erzeugten 2025 rund acht Prozent weniger Strom als im Vorjahr.

Der starke Wettbewerb im Kerngeschäft des Strom- und Gasvertriebs erwies sich im vergangenen Jahr als herausfordernd. Die Stadtwerke Münster lieferten weniger Strom (-15,4 Prozent) und Gas (-0,7 Prozent) an Kundinnen und Kunden als im Vorjahresvergleich. Für die Fernwärme gewannen die Stadtwerke Kundinnen und Kunden hinzu und steigerten die Absatzmenge minimal (+0,7 Prozent). Über alle drei Energiesparten sanken aufgrund günstiger Endkundenpreise die Erlöse. Der Trinkwasserverbrauch in Münster stieg um 2,4 Prozent auf insgesamt 16,9 Millionen Liter.

316 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugten die Stadtwerke Münster in der GuD-Anlage am Stadthafen, in Windenergieanlagen und Photovoltaik-Anlagen – rund acht Prozent weniger als im Vorjahr. Die Stromerzeugung aus Windenergie stieg durch neue Anlagen auf rund 46,5 Millionen Kilowattstunden (+43 Prozent).

Projekte für die Energie- und Wärmewende sind voll auf Kurs

GuD-Kraftwerk der Stadtwerke Münster am Stadthafen.

Voll auf Kurs sind die Stadtwerke Münster bei den Erneuerbaren Energien. In Südlohn gingen 2025 drei Windenergieanlagen ans Netz (17 MW). In Lemgo wurde eine weitere Anlage errichtet, die im Mai 2026 ans Netz ging. Im selben Monat nahm das Unternehmen außerdem Münsters leistungsstärkste und erste Photovoltaikanlage auf einer landwirtschaftlichen Freifläche mit 4.875 kWp in Betrieb. 14 weitere Windenergieanlagen der Stadtwerke Münster sind genehmigt: sechs Anlagen in Sendenhorst (39,6 MW), fünf in Dülmen (24,1 MW) und drei in Warendorf-Milte (18 MW). Weitere Windenergieprojekte mit einer Gesamtleistung von rund 145 Megawatt befinden sich außerdem in unterschiedlichen Planungsstadien. „Mit dieser prall gefüllten Projekt-Pipeline übererfüllen wir unser strategisches Windenergie-Ziel für 2030 voraussichtlich sogar“, sagt Sebastian Jurczyk.

Im Bereich der Wärmewende sind 2025 mit der Datenauswertung für das Tiefengeothermie-Vorhaben und der Mitarbeit an der Kommunalen Wärmeplanung wichtige Meilensteine erreicht worden. Eine zweite Großwärmepumpe (2 MWth) im Hafenkraftwerk soll zur kommenden Heizperiode weitere Teile der Fernwärme klimaneutral erzeugen. In den Neubaugebieten Albachten-Ost und Handorf-Kirschgarten realisieren die Stadtwerke mit so genannter kalter Nahwärme innovative, klimaneutrale Lösungen für die Wärmeversorgung.

Mit dem Glasfasernetz haben die Stadtwerke in inzwischen 15 Stadtvierteln und den ehemaligen „Weißen Flecken“ mit schlechter Internetanbindung eine zukunftsweisende Infrastruktur aufgebaut. Schnelle Internetzugänge sind an mehr als 70.000 Haushalten in Münster zum Ende des Jahres 2025 verfügbar. Die Ausbauquote liegt bei 46 Prozent. Im kommenden Jahr 2027 soll der Ausbau in Uppenberg, Sentrup, Schloss und Mecklenbeck erfolgen. Zunehmend treten auch Mitbewerber mit eigenen Ausbauplänen in Münster auf den Plan und überbauen bereits verlegte Netze: „Doppelte Netze führen zu doppelten Belastungen für die Anwohnenden, ziehen knappe Fachkräfte vom Markt und nützen im Wesentlichen privaten Investoren. Wir stehen für ein Netz in kommunaler Hand und echte Daseinsfürsorge für die Münsteranerinnen und Münsteraner“, betont Jurczyk. „Wir bauen durchdacht, nicht doppelt.“

Die Geschäftsführer der Stadtwerke Münster, links Frank-Gäfgen und rechts Sebastian-Jurczyk, sind mit der Jahresbilanz 2025 der GmbH zufrieden. (Fotos: Stadtwerke Münster)

Kommunale Infrastruktur: Bauen für viele

Abseits ihres Kerngeschäfts unterstützen die Stadtwerke zudem die Stadt Münster weiterhin mit der Errichtung und Erneuerung kommunaler Infrastruktur. Sie kümmern sich im Auftrag der Stadt Münster um den Neubau des LVM-Preußenstadions und die Sanierung des Lambertibrunnens. Weitere kommunale Bauprojekte bearbeitet die Stadtwerke-Tochter WBI eng verzahnt mit den Stadtwerken. „Auch in der 3. Liga wird die Unterstützung für Preußen Münster von den Rängen groß bleiben – besonders von der neuen Heimtribüne im Osten. Wir sorgen dafür, dass die Stadt Münster dem Verein ein modernes Stadion vermieten kann und die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt durch einen funktionierenden Lambertibrunnen steigt. Dabei generieren wir zudem Ergebnisbeiträge, die wir in die Energie- und Mobilitätswende reinvestieren können“, so Frank Gäfgen.

Quelle: Pressemitteilung der Stadtwerke Münster (Lisa Schmees)

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Das Buchcafé der Träume

Die Wahlmünsteranerin Carolin Dörfler träumt sich in Paris zum Glücklich sein

Von Werner Szybalski

Liebe und Sehnsucht – beides sind wesentlicher Inhalt der insbesondere bei jungen Frauen sehr beliebten New-Adult-Romane. Die Sehnsucht nach erfüllter Liebe passt wunderbar in unsere Zeit. Nicht die Leiden des jungen Werther mit dramatischem Ausgang sondern Erzählungen mit Happyend finden derzeit insbesondere bei der weiblichen Leserinnenschaft Anklang. Die Wahlmünsteranerin Carolin Dörfler hat einen Roman geschrieben, übrigens ihre erste belletristische Veröffentlichung, die passgenau in den aktuellen Mainstream dieser Gattung passt.

Dörflers Ich-Erzählung handelt von der gebürtigen Pariserin Caroline. Die Angestellte in einem Rechtsanwaltsbüro liebt Bücher und das Fotografieren. Sie lebt allein mit ihrer Katze La Lune. Ihr Tagesrhythmus ist immer gleich und eigentlich total langweilig – trotzdem sei sie glücklich. Angeregt durch ihre vielen verschlungenen Bücher verliert sich die Propagandistin immer wieder in Träumen nach einer Partnerschaft.

Bücher und Bilder in der „Stadt der Liebe“

Beim Morgencafé auf ihrem Balkon entdeckt Caroline auf dem Gehweg vor ihrem Haus ein Buch. Es muss einer jungen Frau verloren gegangen sein, die sich telefonierend schnell entfernte. Carolin liebt Bücher, fast noch mehr als ihre Heimatstadt, die sie immer wieder mit der ständig mitgeführten Mittelfomatkamera festhält.

Sie holt das gefundene Buch, nimmt es mit nach oben, um es sofort auf ihren Balkon durchzublättern. Es ist ein Liebesroman, in dem Liebesbriefe versteckt sind. Offensichtlich wird das Buch genutzt, um seelenverwandte Menschen durch schriftliche Botschaften – versteckt zwischen den Seiten – zu finden und sich ihnen über schriftlichen Austausch zu nähern.

Das Buch ist eine Leihgabe aus der Caroline überraschend unbekannten Bibliothéque des réves in der fiktiven Pariser Münsterstraße. Direkt nach Arbeitsschluss taucht die von nervös-aufgeregte Caroline erstmals in die Welt des Buchcafés der Träume ein. Schnell erliegt sie dem Zauber und dem Charme dieser Bibliothéque, wo über in Büchern hinterlassene Briefe buchstäblich Träume wahr werden. Caroline, die sich zuvor schon oft in Büchern verlor und so dem wirklichen Leben entfloh, will dort nun ihr Glück ein klein wenig selbst in die Hand nehmen und entschließt sich, ebenfalls einen Brief in ein Buch zu legen.

Sie findet die Geschichte von Karin aus Bremen, übrigens dem Geburtsort der Autorin, die 1961 auf den Stufen von Sacré-Coeur ihre große Liebe findet. Carolin findet im Buch „Karin réve d´amour“ eine Geschichte, die sie auch aufgrund der verstrichenen Zeit, der Liebesroman mit vielen alten Bildern aus Paris spielt in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, als Blaupause für ihre erträumte Liebesgeschichte erweist, als Caroline schließlich eine Antwort auf ihren Brief findet.

Träume könnten in Erfüllung gehen

Fazit meiner Lektüre: Ein leidenschaftliches Buch für alle Menschen, die sich gern in Träumen verlieren und auf deren Erfüllung hoffen. Paris und Bücher – ein für Menschen auf der Suche nach Erfüllung durch Liebe doppeltes Versprechen. Sicherlich wird es nach der Lektüre einige Leser:innen geben, die in Werken, die ihnen viel bedeuten und ihrem Charakter nahe sind, in Büchereien gleichfalls Schreiben auf der Suche nach glücklicher Partnerschaft hinterlassen werden. Vielleicht hat die 60-jährige Carolin Dörfler, die mit ihrem Partner und zwei Hunden in Münster lebt, einen neuen Trend gesetzt, der zumindest dazu führen dürfte, dass mehr Bücher gelesen oder auch nach Botschaften durchsucht werden.

Carolin Dörfler: Das Buchcafé der Träume; Agenda Verlag; Münster 2026; 132 Seiten; 17,90 Euro; ISBN 978-3-89688-938-6; leider nicht in der Stadtbücherei Münster ausleihbar.

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Grünen-Kandidat gewinnt Stichwahl

Tilman Fuchs wird neuer Oberbürgermeister von Münster

Mit 57,91 Prozent der Stimmen ist Tilman Fuchs zum neuen Oberbürgermeister der Stadt Münster gewählt worden. 80.083 Münsteranerinnen und Münsteraner gaben dem Grünen-Kandidaten bei der Stichwahl am 28. September 2025 laut vorläufigem Endergebnis ihre Stimme. Sein Konkurrent in der Stichwahl, Dr. Georg Lunemann (CDU), erhielt 42,09 Prozent der Stimmen. Fuchs tritt am 1. November – vorbehaltlich des amtlichen Endergebnisses – die Nachfolge von Markus Lewe als Stadtoberhaupt von Münster an.

Oberbürgermeister Markus Lewe (r.) gratulierte seinem Nachfolger Tilman Fuchs in der Bürgerhalle des Rathauses zum Wahlsieg. (Foto: Stadt Münster / MünsterView)
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